Welche Schafe liefern die Wolle?

Bluefaced Leicester

Die Rasse Bluefaced Leicester ist eine Langwollrasse und wurde im Norden Englands gezüchtet. Die ersten Exemplare stammen aus dem frühen 20. Jh. Die Rasse ist sehr robust und wird daher  immer wieder mit anderen Rassen gekreuzt.

 

Die Wolle ist angenehm weich. Im Gegensatz zum deutlich krausen Merinohaar ist das Haar beim Bluefaced Leicester eher lang und lockig und verfügt über einen wunderbaren seidigen Glanz.  Beim Färben entstehen schöne leuchtende Farbtöne.

Masham

/rmarinello.openphoto.net
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Masham-Schafe werden seit über einem Jahrhundert im Norden Englands als Kreuzung zwischen einem Teeswater-Bock und Dalesbred oder Swaledale-Schafen gezüchtet. Die Schafe sind äußerst robust und langlebig.

 

Es ist eine weitere Langwollrasse, die Wolle mit ihrem sanften Glanz wird in der Mode- und Interiorbranche sehr geschätzt.

Merino

Die Vorläufer des Merinoschafs gelangte über Nordafrika nach Spanien. Im 13. und 14 Jh. kreuzten spanische Züchter diese Schafe mit anderen Rassen und züchteten so die Merinorasse. In den folgenden Jahrhunderten war Spanien der wichtigste Produzent dieser feinen Wolle, bis zum 18. Jh. galt ein absolutes Verbot für die Ausfuhr der Schafe.  Mit europäischen Siedlern gelangten Exemplare dieser Rasse Ende des 18. Jh. nach Australien und Neuseeland. Da sich Wolle leichter über lange Strecken verschiffen ließ als Fleisch, konzentrierte man sich dort auf die Entwicklung einer guten Wollqualität. Auch heute stammt die feinste Merinowolle aus diesen Ländern sowie aus anderen Regionen der südlichen Hemisphäre wie Patagonien oder den Falklandinseln.

 Merinowolle ist fein, kurz und sehr stark gekäuselt. Durch die Kräuselung ist sie sehr sprungelastisch und isolierfähig.